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Bericht aus Niederbayern
Stafettenritt zur Weltmeisterschaft der Islandpferde 2001 in Stadl Paura / Österreich
Abseits der Straßen suchen sie das Abenteuer – mit Wikingerpferden – die Islandpferdereiter aus der Oberpfalz, Niederbayern und Österreich.
Im Gepäck führen sie die Stafette mit, mit der Botschaft von Freundschaft und Frieden, die sie immer vom Ort der letzten Weltmeisterschaft zum nächsten Ort einer Weltmeisterschaft bringen. Im Jahre 2001 führte die Strecke von Kreuth bei Rieden in der Oberpfalz zum traditionsreichen österreichischen Stadl Paura.
Mit der Durchführung wurde in Bayern der Islandpferdeverband Niederbayern
betraut, unterstützt vom Projekt „Roß und Reiter in Ostbayern“
(Touristik Entwicklung U. Lundqvist, Steinriegl 15, 94227 Zwiesel).
340 km sind in 12 Tagen zurückzulegen, nicht besonders viel. Aber bei Sommerhitze
oder Regenstürmen sind 30 km täglich, bei fortwährendem Bergauf
und Bergab im Bayerischen Wald, kein Spazierritt.
Viele fragen „warum ausgerechnet durch den Bayerischen Wald ?"
Wie die ortsansässigen Scouts schnell feststellten, gibt es hier das „empfohlene
Reitwegenetz“. Aber nicht immer liegt ein Reiterhof, bewirtschaftet von
Islandpferde-Reitern, zum Übernachten an der empfohlenen Strecke. So mußte
teilweise eine Strecke neu ausgekundschaftet werden. Deshalb: der Ritt durch
Niederbayern ! Es soll unser noch vielerorts unbekanntes Niederbayern zeigen,
auch den Bayerischen Wald in seiner urwüchsigen, wilden Schönheit.
In Wiesenfelden wurden im August 2001 die Stafette von den Oberpfälzern an die Niederbayern übergeben. Die Gruppe reitet weiter nach Stallwang und nach Maibrunn bei St. Englmar. Die nächsten schwierigen Wegstrecken liegen noch vor der immer größer werdenden Gruppe. Oberbreitenau bei Bischofsmais wird angeritten, von hier aus geht es über die Rusel nach Hunding. Dort ein fröhliches Treffen mit Freunden und Besuchern und weiter nach Engolling und Frauendorf. Die Karawane überquert die verkehrsreiche Donaubrücke in Vilshofen unter Polizeischutz, dann Übernachtung in Fürstenzell. Auf dem Ritt nach Schärding / Österreich wird noch einmal kurz Halt für einen Bügeltrunk gemacht: unser Bayerischer Bauernpräsident, Gerd Sonnleitner, öffnete die Pforten seines Vierseithofes, begrüsste auf‘s Herzlichste die nun auf mehr als 30 Pferde angewachsene Reiterschar und wünschte für die WM in Stadl Paura viel Glück und Erfolg. Die Übergabe der Stafette erfolgte auf dem Stadtplatz von Schärding an den österreichischen Islandpferde-Verband.
Es ist großartig, daß auch Wanderreiter, die für Tausende von Freizeitreitern und leistungsstarke Freizeitpferde stehen, ihre Pferde bei einem so spektakulären Sportereignis, wie es eine Weltmeisterschaft mit Wettkämpfen ist, zeigen und bei der großen Parade der Nationen die deutsche Fahne tragen dürfen. Es zeigt, wie hoch der Stellenwert der Freizeitreiter bei den Islandpferde-Verbänden eingeschätzt wird.
Wollen Sie auf den Spuren der Islandpferde-Stafette reiten, so setzen Sie sich
mit Frau Regina Schiller, Frauenau
in Verbindung. (s.a. WanderreitführerInnen)